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Rentengeld
Pensionskassen wollen Bargeld - Bank weigert sich

Schweizer Franken: Besser im Tresor aufgehoben als auf dem Konto? Keystone

Die Pensionskassen leiden unter den Negativzinsen. Daher erwägen einige nun laut einem Pressebericht, Millionen Franken in bar zu lagern. Eine Bank stellt sich jedoch offenbar quer.

Veröffentlicht am 12.03.2015

Die Schweizer Pensionskassen haben schwer mit den von der Schweizerischen Nationalbank (SNB) eingeführten Negativszinsen zu kämpfen. Die SNB will für die Kassen keine Ausnahme machen.

Einige Pensionskassen überlegen daher nun laut einem Bericht der SRF-Sendung «10 vor 10», einen Teil ihres Rentengeldes anstatt auf dem Konto in einem externen Tresor zu lagern. Eine Kasse rechnet dem Bericht zufolge vor, dass sie durch einen solchen Schritt pro 10 Millionen 25'000 Franken Rentengeld sparen würde - trotz Unkosten für Tresormiete, Geldtransport und weiteren Ausgaben.

«Sicher nicht rechtens»

Laut den Recherchen von «10vor10» gibt es aber eine Bank, die innerhalb einer gewissen Frist kein Bargeld in derart hohen Summen aushändigen möchte. Der Redaktion liege das Schreiben einer grossen Schweizer Bank vor, heisst es, in welchem die Bank ihrer Kundin, einer Pensionskasse, mitteile: «Wir bedauern, dass innert Frist keine ihren Erwartungen entsprechende Lösung gefunden werden konnte.»

Weiter zitiert der SRF-Bericht Bankenprofessor Hans Geiger, der das Schreiben der Bank kritisiert: «Das ist ganz sicher nicht rechtens», so Geiger. Die Pensionskasse habe ein Konto, welches bedinge, dass sie jederzeit über ihr Geld verfügen dürfe. Dagegen rät die SNB den Banken «10 vor 10» zufolge, mit Bargeldnachfragen restriktiv umzugehen.

(tno)

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