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Wachstum
Personalvermittler Adecco macht mehr Umsatz

Adecco: Die Gewinnerwartungen der Analysten konnte der Konzern nicht erfüllen. Keystone

Adecco kann sich über gut laufende Geschäfte in Italien, Frankreich und auf der iberischen Halbinsel freuen. Der Umsatz legte daher zu. Gute Nachrichten kommen auch aus Grossbritannien.

Veröffentlicht am 08.11.2016

Der Personalvermittler Adecco hat im dritten Quartal dank überdurchschnittlichem Wachstum in Italien, Iberien sowie guter Nachfrage im Hauptmarkt Frankreich mehr Umsatz erzielt. Der Weltmarktführer steigerte nach Angaben vom Dienstag den Umsatz um 3 Prozent auf 5,81 Milliarden Euro. Der Gewinn belief sich auf 173 Millionen Euro.

Das organische Wachstum habe sich im dritten Quartal auf 3,5 Prozent von 3,0 Prozent im Vorquartal beschleunigt. Im September sei es gar auf 4,0 Prozent gestiegen und habe sich im Oktober auf ähnlichem Niveau gehalten.

Damit verfehlte Adecco beim Gewinn die Erwartungen der Analysten, die im Schnitt 210 Millionen Euro geschätzt hatten.

Keine Brexit-Sorgen

Im Vorjahresquartal hatte Adecco wegen 740 Millionen Euro schwerer Abschreibungen einen Verlust von 425 Millionen Euro verbucht. Grund für die Wertberichtigung waren die schlechtere Entwicklung in Märkten wie Deutschland und Österreich.

Auch im Vereinigten Königreich konnte der mit Manpower und Randstad konkurrierende Konzern aus Glattbrugg bei Zürich um 4 Prozent zulegen. Die Verunsicherung im Zusammenhang mit dem Entscheid der Briten, die Europäische Union zu verlassen, beeinflusste die Geschäfte nicht.

Ziel unverändert

Der Konzern bekräftigte sein Ziel, über den Zyklus hinweg eine Ebita-Marge von 4,5 bis 5 Prozent erreichen zu wollen.

Gegenüber AWP Video erklärt Adecco-Chef Alain Dehaze, warum er keinen grossen Einfluss der US-Präsidentschaftswahlen auf den Arbeitsmarkt und die Ökonomie befürchtet und welchen Geschäftsverlauf er im 4. Quartal erwartet.

(reuters/jfr)

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