Stadler Rail ist offenbar näher an einem IPO als bisher erwartet. Wie die Nachrichtenagentur «Bloomberg» berichtet, trifft sich das Thurgauer Unternehmen derzeit mit Beratern, um mit diesen die Möglichkeiten eines Börsenganges zu besprechen. «Bloomberg» beruft sich dabei auf anonyme Quellen.

Das IPO von Stadler Rail könnte dabei bereits im kommenden Jahr stattfinden. Ein Firmensprecherin sagt dazu einzig, dass ein Börsengang «eine Option» sei. Endültige Entscheide seien noch keine gefallen. Diese Sprachregelung pflegt Stadler Rail seit Monaten.

Nachfolgeregelung

Patron und Alleinaktionär Peter Spuhler denkt schon länger darüber nach, Teile seines Bahnunternehmens an die Börse zu bringen. Im Januar 2017 sagte er etwa der «Schweiz am Sonntag»: «Grundsätzlich glaube ich, dass wir einen Börsengang machen werden und die Familie noch 35 bis 40 Prozent der Aktien hält. Dann könnte immer noch eines der Kinder in die operative Verantwortung.»

Spuhler sucht eine Lösung für seine Nachfolge – und will um jeden Preis verhindern, dass sein Unternehmen von einem chinesischen Bahnanbieter geschluckt wird. Zughersteller wie die CRRC drängen mit Macht nach Europa.

Stadler Rail hat letztes Jahr einen Umsatz von 2,4 Milliarden Franken erwirtschaftet. Über die Profitablität des Unternehmens ist nichts öffentlich bekannt.

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