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Peter Spuhler setzt auf den Werkplatz Schweiz

Peter Spuhler: «Wir setzen alles daran, dass wir am Werkplatz Schweiz festhalten können». Keystone

Der Stadler-Chef blickt nach einem schwierigen Jahr optimistisch in die Zukunft. 2017 wolle man mehrere grosse Ausschreibungen gewinnen, so Spuhler. Zu einem neuen Schwerpunkt entwickeln sich die USA.

Von Gabriel Knupfer
am 11.01.2017

Trotz einem Margeneinbruch im vergangenen Jahr will Stadler-Chef Peter Spuhler auch künftig vor allem in der Schweiz produzieren: «Wir sind eine Schweizer Firma und wir setzen alles daran, dass wir am Werkplatz Schweiz festhalten können», sagt der Unternehmer im Gespräch mit der «Handelszeitung». Lohnsenkungen zur Einsparung von Kosten solle es nicht geben.

Neben grossen Erfolgen wie dem Doppelstöcker-Auftrag von Caltrain durchs Silicon Valley und einem neuen Rekord an Auftragseingängen musste Stadler im vergangenen Jahr auch Rückschläge hinnehmen. In mehreren europäischen Ländern habe man grosse Ausschreibungen verloren, so Spuhler. Zudem drückt der starke Franken auf die Marge: «Die Differenz des Wechselkurses zur Kaufkraftparität ist für uns sehr schmerzhaft.»

«Das Auftreten von Trump im Wahlkampf war degoutant»

Für 2017 ist Spuhler hingegen optimistisch. In diesem Jahr stünden unter anderem grosse Ausschreibungen in Deutschland, der Schweiz und Indien an. Und dank Aufträgen aus Sankt Petersburg und Minsk sei das «Tal der Tränen» in den Märkten der ehemaligen Sowjetunion durchschritten.

Dass der künftige US-Präsident Donald Trump angekündigt hat, 550 Milliarden Dollar in die amerikanische Infrastruktur zu investieren, habe er gerne zur Kenntnis genommen, so Spuhler. Völlig überzeugt vom nächsten US-Präsidenten ist er aber nicht. «Das Auftreten von Trump im Wahlkampf war degoutant.»

Im Interview erzählt Spuhler zudem, wie er mit Milliardär Michael Pieper ein Gourmetrestaurant in St Moritz vor russischen Investoren gerettet hat. Und er verrät, dass er ein absoluter Ski-Freak ist.

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