Der Thurgauer alt Nationalrat und Eisenbahnunternehmer Peter Spuhler schliesst ein Comeback in die Politik aus. Er will bei den Wahlen im kommenden Jahr nicht wieder antreten. Seiner Partei, der SVP, hat er nach eigenen Angaben einen Korb gegeben.

Die SVP habe ihn angefragt, ob er im Herbst 2015 wieder antreten wolle, sagte Spuhler im Interview mit der «Berner Zeitung» und dem «Landboten». Er habe aber abgesagt. «Zwischendurch» vermisse er das Leben als Nationalrat zwar, doch er «kehre nicht mehr in die Politik zurück. Das ist vorbei.»

«Das ist Blödsinn»

Der 56-jährige Spuhler war auf Ende 2012 nach 13 Jahren im Nationalrat zurückgetreten. Er müsse sich angesichts des schwierigen wirtschaftlichen Umfelds verstärkt um seine Firma, den Bahnhersteller Stadler Rail, kümmern, begründete er den Schritt.

Im Interview spricht sich Spuhler zudem gegen Frauenquoten in Unternehmen aus. «Das ist Blödsinn», sagte er. Er stelle Frauen mit den nötigen Qualifikation «sofort» ein, allerdings fehle es gerade in den technischen Berufen an geeigneten Bewerberinnen.

Kündigung der Bilateralen I «katastrophal»

Zur Umsetzung der Zuwanderungsinitiative mahnt Spuhler, zunächst das Ende der Verhandlungen des Bundesrat mit der EU abzuwarten. Er habe Mühe, «wenn alle hyperventilieren und jeder sich am Ideenwettbewerb beteiligt». Eine allfällige Kündigung der Bilateralen I beurteilt Spuhler, der sich gegen die Initiative seiner Partei ausgesprochen hatte, aber nach wie vor als «katastrophal.»

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(sda/dbe)