Der Raffineriebetreiber Petroplus hat im dritten Quartal 2011 verglichen mit der Vorjahresperiode im weitergeführten Geschäft einen um 26 Prozent höheren Umsatz von 6,50 Milliarden US-Dollar erzielt. Unter dem Strich erwirtschaftete der Konzern allerdings einen Verlust. Der Reinverlust lag bei 95 Millionen Dollar, nach 80 Millionen im Vorquartal

Damit hat Petroplus die Vorgaben der Analysten klar verfehlt. Analysten hatten beim Reinergebnis mit einem Verlust von 56,0 Millionen gerechnet.

Das dritte Quartal sei sehr schwierig gewesen, heisst es. «Auch wenn die europäischen Raffineriemargen sich zunächst im Vergleich zu den Bedingungen des schwachen zweiten Quartals erholten, folgte jedoch infolge des Einsturzes der Rohstoffpreise inmitten wachsender Befürchtungen um die europäische Schuldenkrise eine deutliche Verschlechterung, die die Margen im September ins Negative kehrte», lässt sich CEO Jean-Paul Vettier in einer Mitteilung zitieren.

Die Margen seien im vierten Quartal bisher weiterhin schwach, hätten sich jedoch von den extremen Tiefpunkten im September erholt, heisst es weiter. Jetzt, da die libyschen Rohöl-Barrels wieder auf den Markt zurückkehren, sind die Provisionen für konventionelles schwefelarmes Rohöl seit kurzem wieder günstiger. Der aktuelle Gesamtmarkt mit seinen niedrigen Margen hat in der Branche ausserdem die Rationaliesierungsprozesse hinsichtlich der Kapazitäten beschleunigt. So gab es in den vergangenen Monaten zahlreiche Meldungen, die insgesamt auf fast 1 Millionen Barrel pro Tag an der US-Ostküste in Europa kommen. Dies lässt einen positiven Effekt auf die künftigen Margen von Petroplus erwarten.

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(laf/kgh/awp)