Petroplus hat im zweiten Quartal seinen Umsatz um 36 Prozent gesteigert. Er lag bei 6,01 Milliarden US-Dollar. Trotzdem: Einen Gewinn konnte der Raffineriebetreiber nicht erwirtschaften. Beim Reinergebnis ergab sich ein Minus von 198,2 Millionen Dollar, nach einem Vorjahresverlust von 119,1 Millionen. Bereinigt um Lagerbewertungseffekte durch Veränderungen des Ölpreises resultierte ein Reinverlust von 80,0 Millionen, wie das Unternehmen mitteilt.

Damit hat Petroplus die Erwartungen am Markt klar verfehlt. Analysten hatten mit einem bereinigten Reinverlust von 39,6 Millionen Dollar gerechnet, beim Reinergebnis waren die Experten von einem Verlust von 86,5 Millionen ausgegangen.

Das europäische Raffinationsklima im zweiten Quartal habe sich als sehr schwach erwiesen, heisst es in der Mitteilung des Unternehmens. So sei die Marge unter zwei Dollar pro Barrel gefallen, vor allem, da die Preisentwicklung bei den raffinierten Produkten mit der Teuerung von Rohöl nicht mithalten konnte.

Auch Anfang des dritten Quartal hätten sich schwache Margen gezeigt, auch wenn sich diese von den Tiefstständen im Juni erholt hätten. Für die zweite Jahreshälfte erwartet Petroplus aber eine Erholung der Margen, da saisonale Wartungsarbeiten in der Industrie die Möglichkeiten zur Produktionsausweitung bieten.

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(laf/cms/awp)