Der arg in Finanznöte geratene Raffineriekonzern Petroplus hat mit den Kreditgebern der revolvierenden Kreditfazilität eine «temporäre» Übereinkunft getroffen, wie das Unternehmen am Mittwochabend mitteilte.

Die Übereinkunft beinhalte genügend finanzielle Mittel, um die wichtigsten Ausgaben für den Betrieb der Raffinerien in Ingolstadt in Deutschland und Coryton in England sicherzustellen. Zudem ermöglicht sie dem Konzern, weitere Verhandlungen mit den Banken zu führen, um eine Ergänzung zur Kreditlinie zu erhalten.

Eine solche Ergänzung soll gemäss Petroplus in der zweiten Januarhälfte vorliegen. Weiter seien Verhandlungen mit einer Drittpartei am Laufen, welche die Versorgung der Raffinerien in Coryton und Ingolstadt mit Öl gewährleisten soll.

Die Raffinerien im belgischen Antwerpen und im französischen Petit Couronne sind mittlerweile wie angekündigt heruntergefahren worden. Die Streiks in Petit Couronne seien indes noch immer im Gang, was die Auslieferung von Produkten behindere.

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Die Raffinerie in der Schweiz in Cressier dürfte erwartungsgemäss in der kommenden Woche heruntergefahren werden. Dort sind bei Petroplus insgesamt rund 260 Arbeitsplätze gefährdet.

(rcv/sda)