Der insolvente Zuger Raffinerie-Betreiber Petroplus fährt seine Raffinerie im bayerischen Ingolstadt herunter. Das notwendige Rohöl fehle, begründete das Unternehmen den Schritt.

Bei Bedarf könne die Anlage binnen weniger Tage wieder hochgefahren werden. Geplant seien zudem Wartungsarbeiten. Die rund 420 Beschäftigten der deutschen Petroplus-Gesellschaften erhalten derzeit Insolvenzgeld. Nach weiteren Angaben interessieren sich zahlreiche strategische und Finanzinvestoren für das Petroplus-Geschäft in Deutschland.

Anfang Februar hatte der deutsche Investor Clemens Vedder Interesse an einem Kauf von Petroplus angemeldet. Das Unternehmen betreibt nebst den Raffinerien in Cressier (NE) und Ingolstadt weitere in Frankreich, Grossbritannien und Belgien. Petroplus hatte nach Jahren in den roten Zahlen Ende Januar getrennte Insolvenzverfahren für seine fünf Raffinerien eingeleitet.

(rcv/sda)

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