Die Gewerkschaft der französischen Öl-Arbeiter kämpft um die Arbeitsplätze in der Petropus-Raffinerie in Petit-Couronne - und droht mit einer landesweiten Raffinerie-Blockade. Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters sagten Arbeitnehmervertreter des Werks, Streiks könnten innert weniger Tage beginnen, wenn eine Sicherung der 550 Arbeitsplätze nicht erreicht werde.

Der von schweren finanziellen Turbulenzen erfasste Zuger Raffineriebetreiber Petroplus fährt die Anlage in der Nähe der nordfranzösischen Stadt Rouen herunter.

Mit ihrer Ankündigung reagierte die Gewerkschaft Reuters zufolge auf die Verschiebung eines für Mittwoch geplanten Treffens zwischen dem französischen Ministerpräsidenten Francois Fillon und Petroplus-CEO Jean-Paul Vettier.

Nachdem die Banken vergangene Woche abrufbare Kredite von rund 1 Milliarde Dollar eingefroren hatten, kann Petroplus seine Rohöllieferanten nicht mehr bezahlen. Der Konzern plant, drei Anlagen zeitweise herunterzufahren - neben der Raffinerie in Frankreich auch die Werke in Cressier im Kanton Neuenburg und im belgischen Antwerpen.

In Cressier sind laut der Schweizer Gewerkschaft Unia etwa 260 Arbeitsplätze von den Turbulenzen betroffen.

(rcv/tno/sda/awp)