Im Nachlassverfahren um den Raffinerie-Betreiber Petroplus haben bisher rund 550 Gläubiger Forderungen angemeldet. Die Forderungen umfassen knapp 9 Milliarden Franken, wie aus dem ersten Zirkular an die Gläubiger hervorgeht.

Rund zwei Drittel der Forderungen sind anerkannt. Wie hoch die Nachlassdividende für die 3. Klasse der Gläubiger sein wird, kann zu diesem Zeitpunkt noch nicht zuverlässig geschätzt werden. Die Bandbreite liegt zwischen 2,92 Prozent und 16,6 Prozent.

Getrennte Konkursverfahren eingeleitet

Die 3. Klasse sind Gläubiger, die noch übrig bleiben, nachdem die Forderungen wie Lohnzahlungen (1. Klasse) und Sozialleistungen wie AHV und IV (2. Klasse) anerkannt worden sind.

Petroplus teilte im Januar 2012 mit, es könne Schuldverschreibungen und Anleihen im Wert von 1,75 Milliarden Dollar nicht mehr zurückzahlen. Daraufhin wurde für einige Raffinerien in Deutschland, Belgien und Frankreich getrennte Konkursverfahren eingeleitet. Für die Raffinerie Cressier NE sowie die Holding wurde die Nachlassstundung gewährt.

(awp/sda)

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