Petroplus rutscht tief in die Verlustzone. Der Raffinieriebetreiber machte im ersten Quartal des Jahres 68,5 Millionen Dollar Verlust. In den ersten drei Monaten 2010 waren es noch 26,4 Millionen Dollar.

Auch operativ läuft es bei dem Unternehmen mit Sitz in Zug alles andere als gut: Der operative Verlust betrug 50 Millionen Dollar. Im Vorjahr hatte der Konzern sogar noch einen Gewinn von 40,8 Millionen Dollar erzielen können. Den Umsatz steigerte Petroplus um 25 Prozent auf 6,23 Milliarden Dollar.

Das Unternehmen litt vor allem unter Abschreibungen und Restrukturierungskosten. Die Abschreibungen betrugen 140 Millionen Dollar, die Restrukturierung der Zu schaffen französischen Reichstett-Raffinerie kostete den Konzern 110,1 Millionen. Ausserdem schlugen weit höhere Personalkosten zu Buche.

Die Marktbedingungen seien ohne Frage schlecht gewesen, lässt sich Petroplus-Chef Jean-Paul Vettier zitieren. So hätten die Produktpreise nicht mit den steigenden Rohölpreisen mithalten können, was die Margen im Vergleich zum vierten Quartal 2010 um 45 Prozent habe schrumpfen lassen.

(laf/awp)