Die Unia fordert, Bundesrat Schneider-Ammann müsse sofort persönlich bei den Schweizer Banken intervenieren, die ihre Kredite für den Raffineriebetreiber Petroplus zurückhalten. Es müsse nun alles unternommen werden, damit die Arbeitsplätze gesichert werden könnten, schreibt die Gewerkschaft in einer Mitteilung vom Freitagabend.

In Frankreich hat der Wirtschaftsminister bereits seine Unterstützung angekündigt. Nun müsse der Schweizer Bundesrat nachziehen, verlangt die Unia.

Von den elf Partnerbanken von Petroplus - darunter die UBS, Credit Suisse und die Zürcher Kantonalbank - erwartet die Gewerkschaft die Freigabe der Kreditlinien. Nur so könne die Produktion an allen Standorten weitergeführt und die Suche nach potenziellen Kaufinteressenten erleichtert werden, heisst es im Schreiben weiter.

Am Donnerstag war bekannt geworden, dass dem Raffineriebetreiber nicht nur eine Kreditlinie über 1 Milliarden Dollar (knapp 950 Millionen Franken) eingefroren wurde, sondern der Zugang zur Gesamtheit seiner Kredite limitiert worden ist. Am Standort Cressier im Kanton Neuenburg sind bei Petroplus insgesamt rund 260 Arbeitsplätze in Gefahr.

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Die Aktie von Petroplus verlor an der Schweizer Börse am Freitag mehr als 14 Prozent auf 1.20 Franken.

(tno/laf/sda)