Europas zweitgrösster Autobauer PSA Peugeot Citroen fordert von seinen Arbeitern den Verzicht auf Lohnerhöhungen, damit der Konzern aus der Verlustzone kommt. Peugeot habe in Gesprächen am Donnerstag deutlich gemacht, dass die Löhne 2014 nicht und in den Jahren 2015 und 2016 allenfalls moderat steigen dürften, sagten Vertreter der Gewerkschaften der Nachrichtenagentur Reuters.

Peugeot hat bereits den Abbau von 10'000 Arbeitsplätzen und weitere Kosteneinsparungen angekündigt, um 2015 wieder Gewinne schreiben zu können. Der Konzern gehört zu den Autobauern, die besonders heftig unter dem Kollaps des südeuropäischen Automarktes in Folge der Euro-Schuldenkrise leiden. Weltweit beschäftigt PSA rund 202'000 Mitarbeiter.

Hoffen auf Trendwende

Peugeot-Chef Philippe Varin macht unterdessen Hoffnung auf bessere Zeiten: Auf dem wichtigen französischen Heimatmarkt könnte es bald wieder aufwärts gehen, sagte er der Zeitung «Le Parisien». Nach zuletzt deutlichen Rückgängen sei die Talsohle inzwischen womöglich erreicht. Fürs eigene Haus rechnet er zudem wegen neuer Modelle mit wieder steigenden Marktanteilen.

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In der ersten Hälfte 2013 kämpfte PSA noch stark mit der Absatzflaute auf seinem Heimatmarkt: Insgesamt sank der Fahrzeugabsatz zum entsprechenden Vorjahreszeitraum um 9,8 Prozent auf 1,46 Millionen Stück. Das hatte das Unternehmen Ende Juli mitgeteilt.

(reuters/moh)