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Peugeot vor Stellenabbau, Opel mit Neubeginn

Der französische Autohersteller Peugeot droht eine neue Sparrunde. (Bild: Keystone)

Der französische Autohersteller Peugeot läutet eine neue Sparrunde ein - und gefährdet damit bis zu 3000 Arbeitsplätze. Opel hingegen kann optimistischer als auch schon in die Zukunft blicken

Veröffentlicht am 28.06.2012

PSA Peugeot Citroën läutet eine neue Sparrunde ein. Konzernchef Philippe Varin kündigte den Gewerkschaften an, dass weitere Sparmassnahmen nötig seien.

Genauere Angaben will der französische Autohersteller, der auf dem europäischen Markt in diesem Jahr einen Absatzrückgang um 5 Prozent erwartet, Ende Juli machen. Die Gewerkschaften befürchten, dass das traditionsreiche Werk in Aulnay-sous-Bois bei Paris geschlossen werden könnte, das mehr als 3000 Angestellte hat.

Bereits im Herbst 2011 hatte PSA Einsparungen von 800 Millionen Euro angekündigt. Das bedeutet den Wegfall von 6000 Stellen in Europa. Weitere Stellenkürzungen waren erwartet worden, nachdem PSA im Februar eine Allianz mit dem US-Autobauer General Motors einging, zu dem auch Opel gehört. Als Sparmassnahme sind ein gemeinsamer Einkauf und eine gemeinsame Logistik geplant.

Opel: Was geschieht mit Bochum?

Während Peugeot mit Problemen kämpft, kann Opel den Neuanfang beginnen: Opel-Chef Karl-Friedrich Stracke kann den angeschlagenen Autobauer wie geplant neu starten. Der Verwaltungsrat billigte mit den Stimmen der Arbeitnehmer am Stammsitz in Rüsselsheim Strackes Sanierungskonzept.

Geplant sind hohe Investitionen in neue Modelle, eine engere Zusammenarbeit mit dem französischen Autobauer Peugeot sowie Einsparungen bei Material-, Entwicklungs- und Produktionskosten. Die Schliessung einzelner Standorte wurde erwartungsgemäss nicht beschlossen.

Damit ist das Schicksal des Opel-Werks in Bochum über das Jahr 2016 hinaus offiziell weiter offen. Über die Auslastung der einzelnen Fabriken verhandelt das Management noch mit den Arbeitnehmern. Das Ende des Werks im Ruhrgebiet gilt aber als absehbar.

Mit dem überarbeiteten Unternehmensplan will die GM-Tochter das Kunststück vollbringen, in einem schrumpfenden europäischen Markt Anteile zu gewinnen und so den Trend umzukehren. Bisher gehört Opel mit Autos für den Massengeschmack neben Peugeot, Ford und Fiat zu den Verlierern der Euro-Krise und kämpft wegen des rasanten Absatzrückgangs in Südeuropa mit hohen Überkapazitäten.

(muv/tno/awp/sda)

 

 
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