Die beiden Konkurrenten Interio und Pfister arbeiten zusammen um gegen die Abwanderung von Kunden ins Ausland anzukämpfen. Gemeinsam sind die beiden Möbelhäuser auch stärker gegenüber dem Branchenprimus Ikea  gewappnet.  Die Migrosmöbeltochter Interio eröffnet am 29. März gleich neben Pfister im tessinerischen Contone ein neues Möbelhaus. Das Gelände gehört der Pfister Gruppe.

Bereits vor einem Jahr hat Interio im waadtländischen Villeneuve neben einem Pfister ein neues Einrichtungshaus eröffnet. Die beiden Unternehmen haben damals zusammen zur Einweihung eingeladen. «Gemeinsam generieren wir mehr Kunden als jeder allein», erklärt Pfisterchef Meinrad Fleischmann diese Strategie. Die Zusammenarbeit beschränkt sich aber auf die gemeinsame Standortevalution. 

Die Möbelbranche in der Schweiz steht unter Druck. Wegen des starken Frankens kaufen Kunden immer mehr Möbel im umliegenden Ausland ein. Der Rückgang im Möbelmarkt betrug 2011 zwei Prozent. Interio hat letztes Jahr gar 5,4 Prozent Umsatz verloren und setzte 243 Millionen Franken um. Das Möbelhaus Pfister konnte den Umsatz 2011 halten.

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