Unter dem Strich verdiente Pfizer im zweiten Quartal mit 2,6 Milliarden Dollar 5 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Grund sind niedrigere Kosten für die Integration des einstigen Konkurrenten Wyeth und geringere Steuern.

Der Umsatz sank um 1 Prozent auf 17 Milliarden Dollar. Es wären 5 Prozent Minus gewesen, wenn Pfizer nicht durch einen schwächeren Dollar Rückenwind erhalten hätte. Auf 1,5 Milliarden Dollar bezifferte Pfizer die Einbussen aufgrund von Patentverlusten im Quartal. Die Gesundheitsreform in den USA schmälerte die Erlöse um weitere 158 Millionen Dollar.

Die härteste Prüfung steht Pfizer indes noch bevor: Im November wird voraussichtlich das Top-Medikament Lipitor gegen Cholesterin auch in den USA sein Patent verlieren.

Herbe Umsatzverluste dürften folgen. Mit dem Blutfettsenker setzte Pfizer 2010 immerhin etwa 11 Milliarden Dollar um - ein Sechstel des kompletten Jahresumsatzes. In vielen Ländern macht Pfizer bereits die Generikakonkurrenz bei Lipitor und anderen umsatzstarken Produkten zu schaffen.

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Pfizer-Chef Read äusserte sich dennoch insgesamt zufrieden zur Geschäftsentwicklung in den Monaten April bis Juni. Die Einbussen durch Patentverluste bei einigen Schlüsselprodukten seien erwartet worden.

«Der Kern unseres Geschäfts bleibt stark.», erklärte der Manager. Um die Kosten im Griff zu halten, fährt Pfizer seine Forschung und Entwicklung zurück und stellt seine Sparten auf den Prüfstand.

(cms/sda)