Pfizer sichert sich mit der Übernahme des Konkurrenten Hospira den Zugang zu begehrten Nachahmerprodukten für Biotecharzneien. Das Gesamtvolumen der Transaktion liege bei rund 17 Milliarden Dollar, teilten die beiden Konzerne am Donnerstag mit.

Die Führungsgremien beider Unternehmen hätten bereits zugestimmt. Die sogenannten Biosimilars, wie Hospira sie entwickelt, gelten als Hoffnungsträger der Pharmabranche. Sie versprechen den Konzernen höhere Gewinnmargen als klassische Medikamentekopien.

Biotecharzneien gelten als Kassenschlager

Bis 2018 sollen die Kostenvorteile durch den Zusammenschluss bei jährlich 800 Millionen Dollar liegen. Pfizer bietet mit 90 Dollar je Aktie einen Aufschlag von 39 Prozent auf den Hospira-Schlusskurs vom Mittwoch.

Biotecharzneien gehören schon jetzt zu den grössten Kassenschlagern der Pharmabranche. Viele dieser Präparate verlieren bald ihren Patentschutz. Der Markt für entsprechende Biotech-Generika steckt noch in den Kinderschuhen, da bislang nur wenige solcher Präparate zugelassen sind. Viele Unternehmen wollen am erwarteten Aufschwung in diesem Pharmageschäft teilhaben.

(sda/dbe/gku)

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