Das Scheitern der Übernahme des britischen Pharmariesen AstraZeneca durch den US-Konzern Pfizer dürfte die beratenden Banken Gebühreneinnahmen in Höhe von 260 bis 340 Millionen Dollar kosten. Wie eine mit der Situation vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters am Dienstag berichtete, wird Pfizer wohl an seiner üblichen Firmenpolitik festhalten und bei einem Fehlschlagen des Vorhabens überhaupt kein Honorar zahlen. Deshalb dürften JPMorgan, Bank of America Merrill Lynch sowie Guggenheim Securities leer ausgehen und somit die grössten Verlierer sein.

Die Banken von AstraZeneca dürften dem Beratungsunternehmen Freeman (FCS) zufolge lediglich fünf bis zehn Prozent der Maximal-Gebühren in Höhe von 130 Millionen Dollar erhalten. AstraZeneca wurde von Robey Warshaw, Evercore, Morgan Stanley und Goldman Sachs beraten. Die Beteiligten lehnten Stellungnahmen ab oder waren zunächst nicht zu erreichen.

Pfizer wird Übernahme wohl abblasen

AstraZeneca hatte am Montag auch das auf über 117 Milliarden Dollar aufgestockte Angebot des US-Rivalen abgelehnt und damit die grössten Fusion in der Geschichte der Pharma-Branche aller Voraussicht nach verhindert. Branchenexperten gehen davon aus, dass Pfizer spätestens am Montag den Übernahmeversuch offiziell endgültig abblasen wird.

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(reuters/me)