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Überteuert
Pflegekosten treiben betagte Schweizer nach Ungarn

Plattensee in Ungarn: Hier lässt es sich für Alte gut leben. Tomas Orth/CC/flickr

Die enormen Preise für einen Heimaufenthalt treiben Schweizer Senioren nach Osteuropa. Für einen Bruchteil der Kosten kann beispielsweise in Ungarn eine sehr gute Betreuung sichergestellt werden.

Veröffentlicht am 13.03.2016

Über 8500 Franken pro Monat kostet ein Aufenthalt in einem Schweizer Pflegeheim im Durchschnitt. Davon müssen die Bewohner rund 5600 Franken selber übernehmen. Von diesen hohen Preisen profitieren je länger je mehr Pflegeheime in Ungarn, Tschechien, der Slowakei und Polen. Sie locken Schweizer Senioren in ihre Einrichtungen, zum Teil direkt von hier aus, wie die «NZZ am Sonntag» berichtet.

Die Betreiber  einer Institution in Nemesbük unweit des Plattensees in Ungarn haben vor wenigen Tagen ein Büro in Kriens (LU) eröffnet. Von dort wollen sie interessierte Schweizer Senioren auf ihr Angebot aufmerksam machen.

Mehr Personal als in Schweizer Institutionen

Das Heim in Ungarn beschäftigt ausschliesslich Personal, das Deutsch spricht, die Bewohner kommen grossmehrheitlich aus der Schweiz, Deutschland und Österreich. Pro Monat bezahlen sie zwischen 1700 und 2500 Franken  -  Pflege, Betreuung, Unterkunft, Essen und Freizeitaktivitäten inbegriffen; ein Bruchteil der Schweizer Pflegekosten.

Obwohl die Preise deutlich niedriger sind, steht den Pflegebedürftigen in Nemesbük mehr Personal als in Schweizer Institutionen zur Seite. Dank den tiefen Lohnkosten sind für 42 Bewohner 32 Vollzeit- und Teilzeitangestellte im Einsatz.

(gku)

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