Das Interesse des US-Pharmariesen Pfizer an einer Übernahme des Rivalen AstraZeneca löst in dessen Heimat Grossbritannien Sorgen um die Zukunft der Pharma-Forschung aus. Sollte Pfizer mit dem rund 100 Milliarden Dollar schweren Gebot Erfolg haben, drohe das Land seine Führungsrolle auf dem Gebiet zu verlieren, warnten Kritiker.

AstraZeneca und der andere britische Top-Pharmakonzern GlaxoSmithKline seien die tragenden Säulen der florierenden und wirtschaftlich wichtigen Biowissenschaften, sagte Sarah Main von der unabhängigen Wissenschaftsförderung Campaign for Science and Engineering. «Wenn einer von ihnen in ausländische Hände fällt, wäre dies ein herber Schlag.»

Vorzeigebranche Pharma

Der Pharma-Sektor gilt als Vorzeigebranche der britischen Industrie mit Tausenden gut bezahlten Arbeitsplätzen. AstraZeneca allein beschäftigt in Grossbritannien auch nach einem massiven Stellenabbau noch rund 7000 Mitarbeiter. Die Exporte des Unternehmens im Volumen von jährlich knapp 8,5 Milliarden Euro entsprechen rund 2,3 Prozent aller britischen Ausfuhren.

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(reuters/dbe)