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Pharmaunternehmen Basilea halbiert Verlust

Basilea Pharmaceutica in Basel: Im Zwischenabschluss hat Basilea die Erwartungen der Analysten übertroffen. (Bild: Keystone)

Das Basler Unternehmen verbesserte sich kräftig. Es bleibt aber in den roten Zahlen stecken.

Veröffentlicht am 21.08.2013

Basilea Pharmaceutica weist für das erste Halbjahr 2013 bei einem Betriebsertrag von 20,6 Millionen Franken einen Betriebsverlust von 17,4 Millionen beziehungsweise einen Konzernverlust 17,3 Millionen aus. Für die Forschung und Entwicklung wurden 26,7 Millionen aufgewendet. Im Vorjahr hatte der Betriebsertrag 31,2 Millionen beziehungsweise der Konzernverlust 34,6 Millionen betragen.

Die Zahlen sind dabei nicht direkt mit dem Vorjahreszeitraum vergleichbar, da damals noch Produktumsätze von 17,7 Millionen (Toctino) enthalten waren. Das Produkt wurde bekanntlich im Juli 2012 an GlaxoSmithKline verkauft; daraus wird bis ins Jahr 2018 ein Ertrag aus dem Medikamentenverkauf von jährlich 36 bis 37 Millionen verbucht. Entsprechend wurde in der Berichtsperiode ein Umsatz aus Verträgen von 20,4 Millionen Franken in die Bücher genommen, nach 13,4 Millionen im Vorjahr.

5 Franken je Aktie

Mit dem Zwischenabschluss hat Basilea die Erwartungen der Analysten von Helvea Baader Bank und Bank Vontobel übertroffen. Die beiden hatten den Umsatz auf 19,4/19,7 Millionen Franken, den EBIT auf -25,7/-24,6 Millionen und das Konzernergebnis auf -25,4/-24,4 Millionen geschätzt.

Der Nettokapitalabfluss aus operativer Geschäftstätigkeit lag bei 33,7 Millionen Franken, nach einem Abfluss von 47,6 Millionen im Vorjahr. Die liquiden Mittel und kurzfristigen Finanzanlagen werden per Ende Juni 2013 mit 262,8 Millionen ausgewiesen, nach 344,0 Millionen Ende 2012. Ein wesentlicher Teil des Rückgangs der Mittel ist dabei auf die Dividendenzahlung von 48,0 Millionen (5,00 Franken je Aktie) zurückzuführen, der die Generalversammlung im April zugestimmt hatte.

In den ersten sechs Monaten 2013 habe das Unternehmen «erhebliche Fortschritte» im Hinblick auf das Erreichen ihrer wichtigsten Meilensteine erzielt: die Vorstellung von Phase-3-Daten für Isavuconazol und der möglichen Zulassung von Ceftobiprol. Darüber hinaus seien frühe klinische Programme weiter vorangetrieben worden, heisst es.

Rückgang des Betriebsaufwands

Für 2013 erwartet das Management einen Rückgang des Betriebsaufwands auf durchschnittlich ca. 7 Millionen Franken pro Monat, was hauptsächlich auf die Vereinbarung mit BARDA von Ende Juni sowie das Kostenmanagement zurückzuführen sei, wie es heisst. Darüber wird mit einer Verbesserung beim Betriebsverlust für 2013 auf durchschnittlich ca. 4 Millionen pro Monat gerechnet. Damit sollen die beiden Werte am unteren Ende der Anfang Jahr noch in Aussicht gestellten Bandbreite von 7-8 Millionen bzw. 4-5 Millionen ausfallen.

(tke/se/awp)

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