Der kriselnde Technikkonzern Philips unternimmt einen neuen Anlauf, um aus dem Geschäft mit Unterhaltungselektronik auszusteigen. Nachdem ein erster Verkaufsversuch nach Japan gescheitert war, haben die Niederländer nun in Nordamerika einen neuen Käufer für die Sparte gefunden, wie der Konzern am Montag mitteilte. Demnach zahlt das US-Unternehmen Gibson Brands 135 Millionen US-Dollar (knapp 98 Millionen Euro) sowie eine nicht genannte Lizenzgebühr über zunächst sieben Jahre, um etwa Kopfhörer, Lautsprecher oder MP3-Spieler der Marke Philips zu verkaufen.

Geben die Wettbewerbshüter grünes Licht, soll der Deal in der zweiten Jahreshälfte über die Bühne gehen. Das Video-Geschäft gibt Philips aus Lizenzgründen erst 2017 an Gibson Brands ab.

Abschluss noch in diesem Jahr

Philips-Chef Frans van Houten hatte schon vor einer Woche gesagt, dass der Konzern eine Reihe neuer Interessenten an der Hand habe und mit einem Abschluss noch in diesem Jahr rechne. Im Herbst 2013 war ein Verkauf der Sparte, die unter dem Namen Woox Innovations rund 1900 Mitarbeiter beschäftigt, an den japanischen Funai-Konzern gescheitert. Funai sei vertragsbrüchig geworden, hiess es damals. Mit dem Geschäft hatte Philips 150 Millionen Euro zuzüglich Lizenzgebühren einspielen wollen.

(sda/me/sim)