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Neuordnung
Philips verkauft weitere Unternehmensanteile

Hauptsitz von Philips: Die Niederländer sind unter Spardruck.  Bloomberg

Der kriselnde Elektronikkonzern will einen Teilverkauf der Autoleuchten- und LED-Sparte starten. Im Frühjahr haben sich die Niederländer bereits von der Unterhaltungselektronik getrennt.

Veröffentlicht am 22.09.2014

Der Elektronikkonzern Philips will laut einem Zeitungsbericht den geplanten Teilverkauf der Autoleuchten- und LED-Sparte Lumileds in diesen Tagen starten. Dabei wollen die Niederländer einen 40-prozentigen Anteil an dem Geschäft behalten, wie die niederländische Tageszeitung «De Telegraaf» am Montag unter Berufung auf Eingeweihte berichtete. Der Rest solle an private Investoren gehen - der Wert des Konzernteils werde auf rund 2 Milliarden Euro geschätzt.

Bereits im Juni hatte das Unternehmen Pläne zur Ausgliederung bekanntgegeben. Die teure Entwicklung der schnell wachsenden Sparten wollte der Konzern nicht mehr alleine stemmen. Im April hat sich der Elektronikhersteller auch von seiner Unterhaltungs-Sparte getrennt. Der US-Konzern Gibson Brands soll 135 Millionen US-Dollar (knapp 98 Millionen Euro) sowie eine nicht genannte Lizenzgebühr über zunächst sieben Jahre zahlen, um etwa Kopfhörer, Lautsprecher oder MP3-Spieler der Marke Philips zu verkaufen. Das Video-Geschäft gibt Philips aus Lizenzgründen erst 2017 an Gibson Brands ab.

Markt wird neu geordnet

Philips steht unter Spardruck im Lichtgeschäft. Der Markt wird durch das schleichende Ende klassischer Glühbirnen derzeit kräftig umgekrempelt. Etablierte Hersteller wie Philips und Osram müssen sich mit neuen LED-Konkurrenten aus Ostasien messen und immer schneller neu entwickelte Produkte auf den Markt bringen. Das kostet Geld und neue Rivalen wie Samsung oder LG befeuern den Preiskampf.

Ohnehin ordnet der Siemens-Rivale seine Geschäfte derzeit neu. Zuletzt wurde Philips die Unterhaltungselektronik los, zuvor waren die Niederländer bereits komplett aus dem TV-Geschäft ausgestiegen. Finanziell machen dem Elektronikkonzern die anhaltenden konjunkturellen Unsicherheiten und die unvorteilhaften Währungskurse Sorgen.

 (awp/ise/ama)

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