Der Komponenten- und Gehäusehersteller Phoenix Mecano hat im ersten Quartal 2013 einen tieferen Umsatz erzielt als im Vorjahr und musste einen deutlichen Ergebnisrückgang hinnehmen. Belastend wirkte sich erneut der schleppende Geschäftsverlauf in der Photovoltaik aus. Für den weiteren Verlauf des Jahres gibt sich das Management vorsichtig optimistisch. Dennoch sollen die Aktionäre für 2012 in den Genuss einer unveränderten Dividende kommen.

Der Umsatz fiel in den Monaten Januar bis März um 8,5 Prozent auf 127,0 Millionen Euro und der Auftragseingang um 7,6 Prozent auf 134,9 Mio, wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Unter Ausklammerung des Photovoltaikgeschäftes ergebe sich im Umsatz lediglich eine Reduktion von 2,2 Prozent und im Auftragseingang gar eine Steigerung von 1,0 Prozent.

Derweil sank der Ebit um mehr als einen Viertel auf 10,6 Millionen Euro und die Ebit-Marge lag mit 8,3 Prozent klar hinter den 10,3 Prozent aus dem Vorjahresquartal zurück. Unter dem Strich verblieb ein Reingewinn von 7,9 Millionen Euro nach 10,9 Millionenin den ersten drei Monaten 2012, was einem Rückgang von 27,5 Prozent entspricht.

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Mit den vorgelegten Zahlen hat Phoenix Mecano die Erwartungen der Analysten leicht verfehlt. Der AWP-Konsens für den Umsatz lag bei 127,4 Millionenund für den EBIT bei 11,0 Millionen Euro.

Photovoltaik bremst

In der Sparte ELCOM/EMS reduzierte sich der Umsatz im Quartal um 26 Prozent auf 26,4 Millionen Euro und der EBIT brach gar um 83 Prozent auf 0,4 Millionenein, was eine Marge von 1,5 Prozent (VJ 6,8 Prozent) ergibt. Ohne den Photovoltaikeffekt beläuft sich das Minus beim Umsatz auf 1,7 Prozent.

In der umsatzstärksten Sparte Mechanische Komponenten blieben die Verkäufe mit 58,5 Millionen Euro mehr oder weniger unverändert (+0,5 Prozent). Der Ebit erhöhte sich um 12,5 Prozent auf 4,5 Millionenund die Marge stieg auf 7,7 Prozent (6,9 Prozent).

Die Gehäusetechnik erwirtschaftete einen gegenüber Vorjahr um 6,0 Prozent tieferen Umsatz von 42,1 Millionenund einen um 27 Prozent auf 6,4 Millionen gesunkenen Ebit. Die Marge fiel deutlich auf 15,2 Prozent von zuvor 19,6 Prozent zurück.

Zulegen konnte Phoenix Mecano mit dem Umsatz einzig in der Region Nah- und Fernost (+25 Prozent). In Europa (-4,4 Prozent), der Schweiz (-13 Prozent), Deutschland (-18 Prozent) sowie in Nord- und Südamerika (-13,5 Prozent) sank der Absatz.

Unveränderte Dividende

Gleichzeitig mit den Quartalszahlen hat das Unternehmen die bereits publizierten Geschäftszahlen für das Jahr 2012 bestätigt. Demnach belief sich der Reingewinn auf 18,1 MillionenCHF nach 23,6 Millionenim Vorjahr. Neu ist die Bekanntgabe der Dividende für das Geschäftsjahr 2012. Die Aktionäre sollen unverändert 13 CHF pro Aktie erhalten.

In der Bilanz stieg die Eigenkapitalquote im Jahr 2012 auf 65,0 Prozent von 63,7 Prozent. Die Nettoverschuldung konnte mit dem hohen freien Cash Flow von 17,3 Millionen Euro auf nur noch 0,7 Millionenreduziert werden. So verfüge die Gruppe über den notwendigen finanziellen Handlungsspielraum.

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Vorsichtig im Ausblick

Im Ausblick sieht das Management ein Betriebsergebnis im Bereich von 30 bis 40 Millionen Euro für 2013 als realistisch, sofern die Entwicklung des ersten Quartals fortgeschrieben werden könne, heisst es. Voraussetzung dafür seien einigermassen stabile konjunkturelle Verhältnisse auf dem heutigen Niveau. Immerhin signalisiere die Book-to-Bill Ratio von 106,2 Prozent im ersten Quartal kurzfristig eine Belebung des Geschäftsgangs.

Man stelle sich aber zunächst auf eine volatile Situation ein, bleibt Phoenix Mecano im Ausblick vorsichtig. Dabei setzt das Unternehmen auf solide Finanzen, eine nachhaltige Entwicklung der Technologien und der Marktposition sowie auf die ständige Überprüfung der Kernprozesse. Damit verbunden seien Investitionen in der Grössenordnung der vergangenen Jahre sowie mögliche Ergänzungsakquisitionen zur Portfolioabrundung, heisst es.

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Das Unternehmen führt am Berichtstag seine Bilanz-Medienkonferenz 2012 durch.

(tke/aho/sda)