Der französische Tiefkühlnahrungsspezialist Picard will in der Schweiz weiter expandieren. Der neue Verwaltungsratspräsident Philippe Dailliez plant rund 20 neue Geschäfte in der Schweiz in den kommenden Jahren, wie er der Westschweizer Zeitung «Le Matin Dimanche» sagte.

«Zu den beiden bereits bestehenden Filialen im Kanton Waadt kommen Anfang 2016 drei weitere hinzu, die nächste in Genf», sagte Dailliez, der seit Anfang Oktober im Amt ist. Standorte in Neuenburg und Freiburg würden ebenfalls geprüft. Im Kanton Wallis sei der Bau einer Picard-Filiale im Gewerbegebiet von Conthey bereits weit fortgeschritten.

So schnell wie möglich

Dailliez will in der Schweiz «die grösstmögliche Anzahl von Geschäften in der kürzestmöglichen Zeit» eröffnen. «Eine Marke existiert nur durch Erreichbarkeit, unser Ziel ist also, möglichst viel Verkaufsstellen so schnell wie möglich zu schaffen», sagte der Franzose.

Der Tiefkühl-Backwarenhersteller Aryzta hatte Ende März den Kauf von 49 Prozent der Picard-Aktien für 446,6 Millionen Euro abgeschlossen. Aryzta behält sich das Recht vor, eine Kaufoption innerhalb von drei bis fünf Jahren auf alle Aktien auszuüben.

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Picard hat mehr als 925 Filialen in Frankreich, 40 in Italien, 15 in Belgien und 10 in Schweden. Die Marke mit der kleinen sechseckigen Schneeflocke als Logo beschäftigt mehr als 4500 Mitarbeiter und verfügt über mehr als 1100 Produkte in seiner Tiefkühlfächern, Backwaren, Fertiggerichte, Fisch, Fleisch und Gemüse.

(sda/chb)