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Privatbank
Pictet – die Kraft der Kontinuität

Pictet
Pictet – in der Ruhe liegt offenbar die Kraft. Quelle: Keystone

Die Teilhaber von Pictet denken nicht in Jahren, sondern in Dekaden. Das zahlt sich aus.

Kommentar  
Von Sven Millischer
am 07.02.2018

Im Jahr 2017 hatten Finanzinstitute gehörig Oberwasser: Dank euphorisierter Börsen, einem schwächeren Franken und einer boomende Realwirtschaft. Für weiteren Rückenwind sorgen steigende Zinsen und mehr Volatität an den Märkten.

Doch die guten Abschlüsse, die hiesige Wealth Manager nun vorlegen, sind trügerisch. Wie stabil die Bilanz und wie nachhaltig das Geschäftsmodell ist, wird der nächste Abschwung weisen. Dann könnte manch gefeierter Bankenüberflieger auf dem Trockenen sitzen.

Ein Finanzinstitut, das über den jetzigen Boom hinaus zu überzeugen weiss, ist Pictet. Die Genfer Privatbank schöpft aus der Kraft der Kontinuität. Deren Teilhaber denken nicht in Quartalen, sondern in Dekaden. Schliesslich bleibt ein Partner im Schnitt 20 Jahre aktiv. In der Bank steckt sein eigenes Geld.

Der Wechsel von Bär-Chef Boris Collardi

Der unternehmerische Ansatz sorgt für Beständigkeit. Während die schillernde Zürcher Konkurrenz Sparten und Märkte auf- und abbaut – je nachdem, welche Manager-Söldner gerade das Sagen haben. Im Gegensatz dazu beweist Pictet bei Investitionen einen langen Schnauf. Das kommt im Vermögensgeschäft gut an.

Gleichzeitig erstarren die Genfer nicht in Traditionen: Bär-Chef Boris Collardi einzuwechseln, zeigt dies eindrücklich. Die Rechnung dahinter ist ganz im Geiste Calvins und rasch gemacht. Collaris Nutzen überwiegt die Kosten eines neuen Partners. Denn der Senkrechtstarter wird der Privatbank Pictet gehörig Schub in Asien verleihen – und dies auf Jahrzehnte hinaus.

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