Die von Raiffeisen für 577 Millionen Franken gekaufte Privatbank Notenstein hat bei Raiffeisen «gut angedockt». Raiffeisen-Chef Pierin Vincenz zeigte sich zufrieden damit, dass Notenstein die verwalteten Vermögen von 21 Milliarden halten konnte.

Die Akquisition brachte Raiffeisen einen kräftigen Zufluss von Spar- und Anlagegeldern, wie Vincenz bei der Präsentation der Jahresbilanz in St. Gallen sagte. Mit Erleichterung sieht der Raiffeisen-Chef dem Abschluss des Strafverfahrens gegen Wegelin in den USA entgegen, der in Kürze erwartet wird.

Raiffeisen hatte vor einem Jahr das nicht-amerikanische Geschäft der St. Galler Privatbank Wegelin mit rund 700 Angestellten übernommen, unter dem neuen Namen Bank Notenstein. Der Kaufpreis betrug laut Vincenz 577 Millionen Franken.

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Die «Handelszeitung» berichtete diese Woche unter Berufung auf Gerichtsdokumente (siehe Downloads) über diesen Betrag.

Die Kaufsumme setzte sich zusammen aus 389 Milionen Franken für die Substanz der Privatbank, 155 Millionen Franken für die verwalteten Vermögen (0,75 Prozent von rund 21 Milliarden Franken) sowie latenten Steuern von 33 Millionen Franken.

Mit dem Kauf von Notenstein stärkt Raiffeisen das Vermögensverwaltungsgeschäft. Diese Diversifikation verringert die Abhängigkeit der Bankengruppe vom Zinsengeschäft von 83 auf 77 Prozent. Das Zinsengeschäft bleibt aber weiterhin das Kerngeschäft von Raiffeisen.

(chb/aho/sda)