Er habe keine Ahnung, was die Strategie der Ruag im Ausland solle, sagt Oscar J. Schwenk. Der Chef des Flugzeugbauers Pilatus kritisiert im Interview mit der «Handelszeitung», dass der Rüstungskonzern des Bundes teilweise mit Kampfpreisen Umsatz bolze oder wenig aussichtsreiche Firmen aufkaufe. «Ich bin überzeugt, dass die Ruag restrukturiert und redimensioniert werden muss», so Schwenk. Im Inland arbeite man aber sehr gut mit der Ruag zusammen. «Die können was.» Auch kritisiert Schwenk, dass die Ruag jetzt beginnt, Pilatus zu konkurrenzieren – quasi mit staatlichem Geld. «Das gibt irgendwann Zoff», sagt er.
 
Nach den Milliardenaufträgen aus Indien, Katar und Saudi-Arabien erwartet Schwenk weitere Order. «Frankreich braucht neue Trainingsflugzeuge, Schweden und Australien könnten auch noch bestellen»,erklärt er. Trotz starkem Franken will er in der Schweiz in den nächsten Jahren 400 neue Arbeitsplätze schaffen. Neue Impulse erhofft sich Schwenk auch vom Geheimprojekt PC-24. Erstmals wird Pilatus nächstes Jahr einen Düsenflieger vorstellen. «Er wird eine sehr grosszügige Kabine haben und eine grosse Frachttüre. Zudem wird er sehr stabil gebaut sein und auch auf schlechten Pisten landen können.»

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Lesen Sie das ganze Interview in der «Handelszeitung» - ab Donnerstag,  9. August, am Kiosk.