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Pilatus Flugzeugwerke knacken Milliardenmarke

Pilatus Porter PC21: Ein Schweizer Militärpilot beim Training.   Keystone

Das Stanser Unternehmen profitierte von einem starken Zuwachs im Bereich der Trainingsflugzeuge. Allerdings konnten nicht alle Zahlen für 2013 Firmenchef Markus Bucher zufriedenstellen.

Veröffentlicht am 09.04.2014

Die Pilatus Flugzeugwerke haben 2013 ein Rekordergebnis erzielt. Der Umsatz wuchs um knapp 71 Prozent von 593 Millionen Franken auf 1,014 Milliarden Franken. Das Betriebsergebnis vervierfachte sich von 38 Millionen Franken auf 145 Millionen Franken, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.

Grund für die starke Umsatzzunahme sind die Trainingsflugzeuge (Government Aviation). In dieser Sparte stieg der Umsatz von 260 Millionen Franken auf 672 Millionen Franken. Der Umsatzanteil der Government Aviation nahm damit von 44 Prozent auf 66 Prozent zu. Lieferte Pilatus 2012 19 Trainingsflugzeuge aus, so waren es 2013 43.

Geschäftsfliegerei mit weniger Wachstum

2012 seien Grossaufträge für Trainingsflugzeuge im Wert von über zwei Milliarden Franken eingegangen, schreibt Pilatus im Geschäftsbericht. Diese Flugzeuge hätten im letzten Jahr in Stans schnellstmöglich produziert werden müssen.

In der Geschäftsfliegerei (General Aviation) war das Wachstum weniger ausgeprägt. Der Umsatz stieg von 276 Millionen Franken auf 297 Millionen Franken. Hauptmarkt ist hier mit 42 (2012: 33) verkauften PC-12-Flugzeugen die USA.

Pilatus verkaufte im letzten Jahr 65 (2012: 62) PC-12. Dazu kamen 4 (5) PC-6 «Pilatus-Porter». Total verkaufte Pilatus 112 (86) Flugzeuge.

Am Hauptsitz wird's eng

Das grosse Wachstum habe Pilatus vor Herausforderungen gestellt, schreibt CEO Markus Bucher im Geschäftsbericht. So sei die aktuelle Infrastruktur am Hauptsitz Stans nicht mehr ausreichend. 2013 hätten deshalb Unteraufträge in substanzieller Höhe an Dritte vergeben werden müssen.

Pilatus baut deshalb in Stans ein neues Parkhaus und ein neues Logistikgebäude. Die Zahl der Vollzeitstellen wurde im letzten Jahr am Hauptsitz um 176 auf 1609 erhöht. Weltweit hat Pilatus 1752 Vollzeitstellen.

Mit Bestellungseingang nicht zufrieden

Eine «ungenügende Flughöhe» hat Pilatus 2013 nach Einschätzung des CEO einzig beim Bestellungseingang erreicht. Dieser ging von 2,7 Milliarden Franken auf 410 Millionen Franken zurück. Der Bestellungsbestand reduzierte sich von 2,4 Milliarden Franken auf 1,8 Milliarden Franken.

Er sei zuversichtlich, im laufenden Jahr den Umsatz und den Bestellungseingang durch neue Flottenverträge wieder in die notwendige Balance zu bringen, schreibt Pilatus-Direktor Bucher.

Stärkster Absatzmarkt von Pilatus ist der Raum Asien mit einem Umsatzanteil von 64 Prozent, vor Amerika mit 23 Prozent. Um von der schrittweisen Öffnung des chinesischen Luftraumes zu profitieren, ist Pilatus 2013 in China ein Joint-Venture eingegangen.

(sda/vst/sim)

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