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Rüstungsgeschäfte
Pilatus-Präsident Schwenk: Kampfjets könnten eine Milliarde billiger sein

Oscar Schwenk
Pilatus-Präsident Oskar J. Schwenk: Die Schweiz könnte Kampfjets billiger haben.Quelle: ZVG

Bei Rüstungsgeschäften seien Gegengeschäfte üblich. Der Verzicht darauf würde den Preis für die Militärflieger bis zu 20 Prozent senken.  

Veröffentlicht am 06.05.2018

Die Armee könne neue Kampfjets bis zu einer Milliarde Franken billiger kaufen, wenn sie auf die bei Rüstungsgeschäften üblichen Gegengeschäfte verzichtet. Dieser Meinung ist Pilatus-Flugzeugwerke-Präsident Oskar J. Schwenk. Er sei an solchen Deals nicht interessiert.  

«Wir könnten die Kampfjets bis zu einer Milliarde Franken billiger haben, wenn wir auf Aufträge für die Schweiz verzichten. Und ab Werk kaufen», sagte der 73-jährige Schwenk im «SonntagsBlick».  

Nur bei Technologie-Transfer interessant  

Wenn Pilatus Trainingsflugzeuge für andere Armeen baue und zu Kompensationsgeschäften gezwungen werde, schlage man 15 bis 20 Prozent auf den Kaufpreis drauf, erklärte Schwenk. Das sei normal.  

Der in Stans NW ansässige Flugzeugbauer und der bundeseigene Rüstungskonzern Ruag gelten als mögliche Profiteure von Kompensationsgeschäften bei einem Kauf neuer Kampfjets.

Der langjährige Pilatus-Firmenchef Schwenk ist an solchen jedoch nur interessiert, wenn er dabei Technologien erhalte, die das Unternehmen weiterbringe. Er wolle keine Arbeiten für Amerikaner oder Schweden erledigen, die sein Unternehmen schon beherrsche. Dies habe er dem Bund bereits mitgeteilt.  

Pilatus würde von Kompensationsgeschäften am Ende kaum profitieren, erklärte Schwenk. Eine Firma müsse eigene Produkte haben. Wenn bloss einfache Teile in Offset hergestellt würden, sei Pilatus langfristig tot.

(sda/ccr)

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