Der japanische Braukonzern Asahi kauft die osteuropäischen Biermarken des britischen Wettbewerbers SAB Miller. Die Japaner zahlen dafür umgerechnet 7,3 Milliarden Euro (rund 7,8 Milliarden Franken), teilte der AB-Inbev-Konzern, der gerade dabei ist, SAB Miller zu übernehmen, mit. Dazu gehören unter anderem die Marken Pilsner Urquell in Tschechien, Tyskie und Lech in Polen sowie Dreher in Ungarn, wie zuvor bereits die Zeitung «Nikkei» berichtet hatte.

Mit dem Verkauf erfüllen AB Inbev und SAB Miller eine Auflage der EU Kommission. Im Gegenzug für die Genehmigung der rund 100 Milliarden Euro schweren Fusion der beiden Biergiganten hatten die Wettbewerbshüter gefordert, dass SAB Miller nahezu sein gesamtes europäisches Biergeschäft abgibt.

Jacobs Holding war wohl im Rennen

Mit einem Abschluss des Verkaufs an Asahi wird im ersten Halbjahr 2017 gerechnet. Der japanische Brauer baut damit sein Standbein in Europa weiter aus. Bereits im Frühjahr hatte Asahi für über 2,5 Milliarden Euro die Biermarken Peroni aus Italien und Grolsch aus den Niederlanden von SAB Miller übernommen.

Für die osteuropäischen Biermarken hatten sich mehrere Investoren interessiert und ein Schweizer Bieter schaffte es offenbar sogar in die Endauswahl. Denn Mitte November meldete Bloomberg, die Beteiligungsgesellschaft Jacobs Holding sei neben Asahi und China Resources Beer Holdings einer der Favoriten für den Milliardendeal.

(awp/sda/tno/chb)