Nach der Panne an einer Öl-Pipeline im US-Bundesstaat Kalifornien hat die Betreiberfirma Plains All American Pipeline die notwendigen Schritte zur Bekämpfung der Ölpest zugesagt. Nach Angaben des Unternehmens waren rund 80'000 Liter Öl ins Meer gelaufen.

Mittlerweile seien knapp 30'000 Liter davon beseitigt worden. «Wir verpflichten uns weiterhin, das Richtige zu tun», sagte Firmenvertreter Patrick Hodgins am Donnerstag vor Journalisten. Seit 2007 steckte die Firma nach eigenen Angaben 1,3 Milliarden Dollar in Verbesserung, Instandhaltung und Reparaturen der Firmenanlagen.

Tote Hummer, ölverschmierte Pelikane

«Sicherheit ist nicht nur eine Priorität, sondern ein Kernwert bei Plains», sagte Hodgins. «Prioritäten können sich ändern, Werte nicht», versicherte der Firmenvertreter. Die an einer Küstenstrasse entlanglaufende Pipeline von Plains All American Pipeline war am Dienstag gebrochen. Auslaufendes Öl gelangte in einen Kanal und von dort aus vor der Küste von Santa Barbara in den Pazifik. Es dauerte einige Stunden, bis das Leck entdeckt, die Leitung abgeschaltet und der Kanal gesperrt waren.

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Am Donnerstag wurden an der Küste ölverschmierte Pelikane sowie tote Hummer und andere tote Meerestiere gefunden. Zwei sonst gut besuchte Strände wurden gesperrt. Kaliforniens Gouverneur erklärte für das betroffene Gebiet den Notstand, um sofort Spezialteams für die Säuberung von Stränden und Meer entsenden zu können.

Hohe Rate an Zwischenfällen

Einem Zeitungsbericht zufolge gibt es bei den Leitungen von Plains All American Pipeline überdurchschnittlich viele Pannen. Die Quote der Zwischenfälle pro Meile Leitungen sei mehr als drei Mal so hoch wie der nationale Durchschnitt, berichtete die «LA Times« unter Berufung auf Daten der Bundesbehörden.

Aus den Leitungen des Unternehmens seien seit 2006 bereits mehr als 2,6 Millionen Liter Öl ausgelaufen, schrieb das Blatt. Die Pannen bei Plains hätten Schäden in Höhe von mehr als 23 Millionen Dollar angerichtet.

(sda/me/gku)