Der US-Gaspipeline-Betreiber Williams Companies verkauft sich angesichts des Ölpreis-Verfalls zu einem deutlich niedrigem Preis als erwartet. Der Konkurrent Energy Transfer Equity (ETE) übernimmt Williams inklusive Schulden für 37,7 Milliarden Dollar in bar und Aktien, wie beide Unternehmen am Montag mitteilten.

Im Juni hatte Williams noch eine Offerte von ETE im Volumen von 53,1 Milliarden Dollar als zu niedrig zurückgewiesen. Der Zusammenschluss bringt den weltgrössten Pipeline-Konzern für Erdgas hervor und soll zu geringeren Kosten führen.

Aktie auf Talfahrt

Die Williams-Aktie hat seit Juni rund 30 Prozent eingebüsst. Zum Wochenauftakt setzte sie ihre Talfahrt fort und fiel um weitere zehn Prozent auf ein 21-Monats-Tief von 37,26 Dollar. Auch ETE-Aktien gaben am Montag rund zwölf Prozent nach und markierten mit 20,50 Dollar ein Jahrestief.

Die Branche ächzt allgemein unter dem niedrigen Ölpreis. Die führenden Sorten kosten derzeit mit unter 50 Dollar pro Fass (159 Liter) so wenig wie seit sechs Jahren nicht mehr.

Auch Williams auf Einkaufstour

Williams Companies wiederum hat im Mai die Übernahme des Unternehmens Williams Partners für 13,8 Milliarden Dollar angekündigt, das - ähnlich wie ETE - auf Lagerung, Verarbeitung und Transport von Erdgas spezialisiert ist. Dass dieses Geschäft zustande kommt, ist für ETE Bedingung des eigenen Gebots.

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(reuters/mbü)