Die Allschwiler Biopharma-Firma Polyphor plant am 15. Mai den Gang an die Schweizer Börse. Mit dem erwarteten Erlös will das Unternehmen sein wichtigstes Anitibiotika-Produkt Murepavadin zur Marktreife bringen.

Die Preisspanne pro angebotener Aktie soll auf einen Nominalwert von 30 bis 40 Franken festgesetzt weren, wie Polyphor am Freitag mitteilte. Damit strebt das Unternehmen einen Bruttoerlös von rund 100 Millionen bis 150 Millionen Franken an.

Bei dem Börsengang handle es sich um ein Primärangebot, heisst es weiter. Es besteht aus bis zu 3'333'333 neu ausgegebenen Namenaktien mit einem Nennwert von 2,00 Franken je Aktie. Dies entspreche einem Bruttoerlös von 100 Millionen Franken und stelle das Basisangebot dar.

Im Zuge einer sogenannten Upsize-Option stehen bis zu 1'333'333 neu ausgegebene Namenaktien zur Verfügung, die zu einem zusätzlichen Bruttoerlös von bis zu 40 Millionen Franken führen können. Ausserdem stehen bis zu 333'334 neu ausgegebene Namenaktien für eine mögliche Mehrzuteilungsoption zur Verfügung, die einem Bruttoerlös von 10 Millionen entsprechen.

Marktpotenzial von 2 bis 3 Milliarden

Polyphor selbst schätzt das Marktpotenzial von Murepavadin auf eine Grössenordnung von 2-3 Milliarden US-Dollar. Das Antibiotika soll dereinst gegen Pseudomonas aeruginosa - einen besonders gefährlichen Keim in Spitälern - verwendet werden.

Ebenfalls auf dem Weg zur Zulassung ist derzeit laut dem Unternehmen der Immunonkologie-Wirkstoff Balixafortide. Dieser habe gute Ergebnisse in einer Phase-1b-Studie bei fortgeschrittenem metastasierendem Brustkrebs in Kombination mit dem Wirkstoff Eribulin gezeigt.

(sda/tdr/mlo)