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Post 2013: Solides Ergebnis für den gelben Riesen

Die Post 2013: Umwandlung in AG gut überstanden.  PHOTOPRESS/Die Post

Die Post hat das erste Jahr nach der Umwandlung in eine Aktiengesellschaft zufriedenstellend abgeschlossen. Verschiedene einmalige Sondereffekte drückten jedoch auf den Konzerngewinn.

Veröffentlicht am 13.03.2014

Die Schweizerische Post hat im ersten Jahr nach der Umwandlung in eine Aktiengesellschaft ein laut eigenen Aussagen «solides» Ergebnis erzielt. Der Geschäftsabschluss war jedoch von einigen Sondereffekten beeinträchtigt. Ohne diese Effekte erhöhte sich der von der Post ausgewiesene Konzerngewinn um rund eine Milliarde auf 1,75 Milliarden Franken, der ausgewiesene Betriebsgewinn EBIT belief sich auf 1,24 Milliarden Franken nach zuvor 860 Millionen und der Betriebsertrag ging leicht auf 8,47 Milliarden Franken von 8,58 Milliarden zurück, wie es in der Mitteilung vom Donnerstag heisst.

Berücksichtigt man die verschiedenen Sondereffekte, dann ergibt sich ein Rückgang des «normalisierten» Konzerngewinns um knapp 150 Millionen auf 626 Millionen Franken, was in erster Linie auf die erstmalige vollständige Besteuerung als AG zurückzuführen sei, so die Post. Demgegenüber konnte der EBIT um 50 Millionen auf 911 Millionen Franken gesteigert werden, während der Betriebsertrag normalisiert mit 8,58 Milliarden Franken unverändert geblieben ist. Die EBIT-Rendite erhöhte sich mit dem Rückgang des Betriebsaufwandes auf 10,6 Prozent von 10,0 Prozent im Vorjahr.

Immer noch 44'000 Angestellte

Zu den Sondereffekten zählt die Post etwa den Erfolg aus der Verbuchung einmaliger latenter Steuern, der den Gewinn mit 795 Millionen Franken begünstigt. Zudem habe aus den Anpassungen in der Pensionskasse der Post Planänderungsgewinne von 444 Millionen Franken resultiert, heisst es weiter. Belastet wurde das Ergebnis derweil mit 105 Millionen Franken durch die Bildung von Rückstellungen aufgrund einer Neubewertung der Leistungsverpflichtungen der Post im Bereich Briefmarkenverkäufe. Die Sondereffekte seien aber nicht geldwirksam und hätten keine Auswirkungen auf den ausschüttbaren Gewinn, so die Post.

Demnach wird der Verwaltungsrat der Generalversammlung beantragen, dem Bund 180 Millionen Franken als Dividende auszuschütten. Das Eigenkapital belief sich per Ende 2013 bei einer Bilanzsumme von unverändert 120 Milliarden Franken auf 5,6 Milliarden (Vorjahr 3,1 Milliarden). Insgesamt beschäftigt die Post 44'105 (44'605) Personaleinheiten. Dabei handelt es sich um den Durchschnittsbestand in Vollzeitstellen und ohne Lehrpersonal gerechnet.

Neue Herausforderungen

In Zukunft würden die Herausforderungen für die Post zunehmen, heisst es weiter. Man richte sich am veränderten Kundenverhalten sowie an den vom Technologiewandel ausgehenden Impulsen in den vier Kernmärkten (Kommunikation, Logistik, Retailfinanz und Personenverkehr) aus. Dabei will sie die Kostenseite weiter sozialverantwortlich optimieren und eine marktgerechte Preispolitik verfolgen.

(awp/gku)

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