Die Lastwagenchauffeure der Post protestieren in den kommenden zwei Wochen mit Veranstaltungen in der ganzen Schweiz gegen die geplante Auslagerung des Postsachen-Transportes. Zum Auftakt trafen sich die Chauffeure in Genf.

Die Post sei nicht in der Lage, die Arbeitsbedingungen in den rund 250 Subunternehmen, welche für die Post unterwegs sind, zu kontrollieren, kritisierte die Gewerkschaft Syndicom in einer Mitteilung. Bei den Subunternehmen komme es zu Lohndumping. Syndicom unterstützt die Lastwagenfahrer der Post bei ihrem Anliegen.

Flotte vor Auflösung

Die Post hatte Anfang September bekannt gegeben, dass sie ihre Lastwagenflotte mit Fahrzeugen über 3,5 Tonnen auflösen wolle, um wettbewerbsfähiger zu werden. Die internen Transporte sollen neu externe Firmen übernehmen. Ab 2016 würden die Aufträge ausgeschrieben, bis Ende 2016 solle die Massnahme umgesetzt sein.

Die Post begründet die Massnahme mit dem «zunehmendem Preis- und Wettbewerbsdruck». Vom Umbau wären 187 Chauffeur-Stellen an 14 Standorten betroffen. Ihnen will die Post «ein zumutbares Angebot zur Weiterbeschäftigung unterbreiten». Zudem bestehe ein Sozialplan.

Eine Personaldelegation und die Gewerkschaft hätten der Post verschiedene Vorschläge gemacht, wie der Stellenabbau verhindert oder beschränkt werden könne, teilte Syndicom nun mit. Die Verantwortlichen bei der Post hätten davon Kenntnis genommen und würden spätestens in einem Monat darauf antworten.

(sda/chb)