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E-Commerce
Post investiert in irischen Wachstums-Champion

Jaqueline Brühlmann
Ulrich Hurni (li.) und Susanne Ruoff (Mitte): Die Chefin und ihr Stellvertreter. KeystoneQuelle: .

Die Post baut das Engagement im grenzüberschreitenden Online-Handel aus. Dafür investiert sie weitere Millionen in das schnell wachsende Dubliner Unternehmen eShopWorld.

Von Marc Iseli
am 18.10.2017

Die Post investiert im Ausland in den Online-Handel. Die Tochterfirma Asendia erhöht ihre Beteiligung am irischen Wachstums-Champion eShopWorld auf 50 Prozent, wie eine Sprecherin gegenüber der «Handelszeitung» bestätigt. «Die Beteiligung an eShopWorld wird das Ergebnis der Post positiv beeinflussen», sagt Firmensprecherin Jacqueline Bühlmann.

Asendia ist ein Gemeinschaftsunternehmen der französischen La Poste und der Schweizerischen Post. Dieses stieg 2013 mit einer Minderheitsbeteiligung bei eShopWorld ein. Das Unternehmen mit Sitz in Dublin bietet Lösungen für den Online-Handel an. Es hilft beim Aufsetzen von Web-Shops, bei der Währungsumrechnung, der Verzollung, dem Verschicken und dem Management der Retouren.

Nike als Kunde

Als die Post einstieg, erwirtschaftete eShopWorld einen Jahresumsatz im einstelligen Millionenbereich. 2016 lag der Umsatz laut CEO Tommy Kelly bei 210 Millionen Euro. 2020 wollen die Iren die Milliardenmarke knacken. Laut Unternehmensangaben verarbeiten sie täglich rund 10'000 Zahlungen und verschicken 20'000 Päckli jeden Tag. Zu den Kunden zählen unter anderem Nike, Hollister und Victoria's Secret.

Die Beratungsfirma Deloitte kürte eShopWorld zweimal in Folge zum am schnellsten wachsenden Technologieunternehmen Irlands. Post-Sprecherin Bühlmann spricht von «überzeugenden Ergebnissen», die eShopWorld in den letzten Jahren ausgewiesen habe.

Grosse Auslandengagement

Die keltische Wachstumsstory hat Asendia zu einem der grössten und lukrativsten Auslandengagements der Schweizerischen Post werden lassen. Das Unternehmen sei «sehr profitabel», sagt Bühlmann. Es zahle «entsprechend» Dividende aus. Der genaue Betrag bleibt ungenannt.

Der Gewinn aus der Beteiligung fliesst in die Kassen von Ulrich Hurni. Er ist Stellvertreter von Postdirektorin Susanne Ruoff, leitet den Bereich PostMail und ist ensprechend Herr über die Briefträger. Im Nebenamt präsidiert Hurni die Posttochter Asendia, die ihren Sitz in Bern hat.

Profitables Post-Business

Hurnis Reich ist das ertragstärkste Segment des Postkonzerns. Der Umsatz lag in den letzten zehn Jahren relativ konstant bei rund 3 Milliarden Franken. Das Betriebsergebnis fluktuierte zwischen 199 Millionen Franken im Jahr 2010 und 491 Millionen Franken im Jahr 2013.

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