Die Frankenstärke hinterlässt auch beim Gelben Riesen deutliche Spuren. «Postfinance spürt die Negativzinsen stark», sagt Postchefin Susanne Ruoff im Gespräch mit der «Handelszeitung». Das Zinsgeschäft sei stark unter Druck. Die Post sei zudem für ausländische Geschäftskunden, die Waren in die Schweiz schicken oder transportieren lassen, teurer geworden.

Noch stärker würde allerdings der indirekte Effekt der Frankenaufwertung ins Gewicht fallen: «Wenn es der Schweizer Wirtschaft nicht gut geht, fahren die Unternehmen ihre Budgets im Direktmarketing und bei den Paketen zurück. Das bekommt die Post zu spüren.»

Briefe werden teurer

Ruoff wehrt sich gegen Forderungen, dass die Post mit Preisnachlässen der leidenden Export- und Tourismusindustrie entgegen kommen solle. «Unser Eigner erwartet, dass die Post den Unternehmenswert steigert und eine branchenübliche Rendite erzielt».

Ebenfalls müsse sich die Bevölkerung in den kommenden Jahren auf eine Preiserhöhung von A- und B-Post-Briefen einstellen. «Das Geschäft mit dem Privatbriefen ist seit Jahren rückläufig und deckt die Kosten nicht», begründet die 58-Jährige. Noch gebe es aber keinen Zeitplan und keine Entscheide.

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