Der Gewinn der Post ist 2010 um ein Viertel auf 910 Millionen Franken gestiegen. Dass die Post so ein starkes Ergebnis vorweisen kann, verdankt sie vor allem dem Bereich PostFinance: 61 Prozent oder 571 Millionen Franken des Konzernergebnisses stammen aus dem Bankgeschäft mit Kleinkunden, wie den Unterlagen zur Jahresmedienkonferenz zu entnehmen ist. Der Zuwachs beruht auf höheren Kundenvermögen und dadurch höheren Zinserträgen sowie tieferen Wertberichtigungen.

Die Abhängigkeit der Post von den PostFinance-Erträgen beschäftigt Konzernleiter Jürg Bucher. Die Post sei in erster Linie ein Kommunikations- und Logistikkonzern und nicht eine Bank, sagte er gemäss Medienunterlagen. Dieses Ungleichgewicht bedürfe deshalb einer Korrektur.

Im Kommunikationsmarkt (PostMail, Swiss Post International, Swiss Post Solutions, Poststellen und Verkauf) erwirtschaftete die Post einen Gewinn von 147 Millionen Franken und im Logistikmarkt 164 Millionen Franken. In diesen beiden Märkten schlugen Kosteneinsparungen positiv zu Buche. Am guten Ergebnis beteiligt war auch der öffentliche Personenverkehr. PostAuto schloss mit einem Betriebsergebnis von 28 Millionen Franken.

Das gute Abschneiden freut auch Verwaltungsratspräsident Peter Hasler. Der Gewinn ermögliche es der Post, ihren Verpflichtungen nachzukommen. Die Pensionskasse der Post werde mit einer Einlage von 100 Millionen Franken unterstützt. Dem Bund die Post laut Hasler eine Gewinnausschüttung in Höhe von 200 Millionen Franken zukommen lassen.

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(cms/tno/sda)