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Immobilien
Post pumpt 1,8 Milliarden in Renditeliegenschaften

Post-Hauptsitz in Bern: Mit Liegenschaften an zentraler Lage auf Renditejagd. Post

Der gelbe Riese will seine Immobilien in Zentrumsnähe in Renditeobjekte verwandeln und an Dritte vermieten. Das Unternehmen will so Umsatzeinbussen im Kerngeschäft kompensieren.

Von David Vonplon und Marc Iseli
am 01.02.2017

Die Schweizerische Post plant eine grosse Immobilienoffensive. Der Bundesbetrieb will in den nächsten Jahren 1,8 Milliarden Franken in eigene Liegenschaften pumpen und diese in Renditeobjekte verwandeln. Schweizweit sollen mehr als fünfzig Liegenschaften in Wohn- und Büroräumlichkeiten für Dritte umgebaut werden.

«Wir entwickeln Projekte in der Breite von 5 Millionen bis 200 Millionen Franken», betont Stefan Dürig, Geschäftsführer der Immobiliensparte der Post, in der «Handelszeitung». Der Bundesbetrieb rechnet damit, die jährlichen Mieteinnahmen von Dritten auf über 100 Millionen Franken zu steigern.

Einbussen kompensieren

Die Post verfolgte in der Vergangenheit die Devise, ungenutzte Immobilien zu veräussern. Alleine in den letzten zehn Jahren kamen fast 400 Liegenschaften unter den Hammer — die Verkaufserlöse spülten der Post einen hohen dreistelligen Millionenbeitrag in die Kasse. Künftig will der gelbe Riese seine Immobilien an zentraler Lage behalten.

Grosse Bauprojekte sind im Weyermannshaus West in Bern oder am Bahnhof Basel geplant. Weitere grössere Entwicklungen finden zurzeit auch in Freiburg, Genf, Zürich-Oerlikon und Frauenfeld statt. «Indem die Post in ihre Immobilien investiert und an Dritte vermietet, kann sie die Einbussen im Kerngeschäft zumindest teilweise kompensieren», sagt dazu Infrastruktur-Professor Matthias Finger von der ETH Lausanne.

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