Letztes Jahr sorgte die Meldung für Aufruhr, dass die Post im Paketgeschäft mit dem US-Online-Riesen Amazon gemeinsame Sache macht. Der gelbe Riese hatte mit den Amerikanern eine Vereinbarung getroffen, welche die Verzollung und Lieferung der Amazon-Pakete vereinfacht.

Wie sich nun zeigt, setzt der Bundesbetrieb auch in der Informatik auf die Geschicke des Konzerns von Milliardär Jeff Bezos. So sicherte sich Amazon Web Services (AWS) von der Post soeben einen Auftrag über 4 Millionen Franken für Cloud-Computing-Leistungen, wie aus der Beschaffungswebsite Simap.ch hervorgeht.

Jährliche Vergütung von einer Million Franken

Der Vertrag läuft auf vier Jahre, die jährliche Vergütung beträgt 1 Million Franken. Amazon ist nicht nur ein E-Commerce-Gigant, das Unternehmen lehrt die Konkurrenz auch im Cloud-Computing das Fürchten: Mit einem Marktanteil von deutlich über 40 Prozent ist AWS klarer Marktführer.

Dabei setzt AWS mit seinen Computerdiensten stark auf maschinelles Lernen und künstliche Intelligenz. Diese Möglichkeiten wolle man nützen und innovative, digitale Produkte einführen, begründet die Post den Zuschlagsentscheid. Auch andere Schweizer Unternehmen wie Novartis setzen auf die Dienste von AWS.

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