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Öffentlicher Verkehr
Postauto fährt weitere Strecken in Marseille

Postauto
Postauto: Vom Subventionsskandal erschüttert. Quelle: Keystone

Während die Post-Konzernleitung das Business abstossen will, gewinnt Postauto neue Linien in Frankreich.

Iseli
Von Marc Iseli
am 08.08.2018

Die Post prüft zwar den Ausstieg aus dem Personenverkehrsgeschäft in Frankreich, doch gleichzeitig nimmt Postauto an weiteren Ausschreibungen in Frankreich teil. Erst Ende Juli hat die Postauto-Tochter Transazur den Zuschlag für zwei Linien und einige Schulbusstrecken in der Grossregion Marseille erhalten, wie Postauto-Sprecherin Valérie Gerl gegenüber der «Handelszeitung» bestätigt. 

Hintergrund der Überprüfung der Aktivitäten ist der Skandal um zu viel bezogene Subventionen. Der Untersuchungsbericht dazu zeigt, dass die Post grosse Summen nach Frankreich verschoben hat. Von Mitte 2006 bis Ende 2011 flossen netto 54 Millionen Franken an die französische Tochter Carpostal France.

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1200 Jobs auf dem Spiel

Postauto rechtfertigt den Ausbau in Frankreich mit dem Werterhalt des Unternehmens. « Carpostal France führt seine Geschäfte bis auf weiteres weiter», so die Sprecherin. Dazu zähle auch, dass das Unternehmen weiterhin an Ausschreibungen teilnehme. Um den bestehenden Marktanteil zu sichern. «Dies nicht zuletzt auch, um den Wert des Unternehmens mindestens zu halten.» 

Ist ein Verkauf denn schon absehbar? «Über den Stand der Arbeiten werden wir zu gegebener Zeit informieren», sagt Gerl. «Es ist unser erklärtes Ziel, dass die Angestellten von Carpostal France weiter beschäftigt werden.» Rund 1200 Mitarbeiter stehen in Frankreich im Sold von Postauto.

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