Der Postfinance-Chef Hansruedi Köng ist überzeugt, die Umwandlung der Postfinance in eine lizenzierte Bank bis zum April 2013 zu erreichen. Bis dahin müsse unter anderem noch die Inkraftsetzung des Postgesetzes und Postorganisationsgesetzes vollzogen sowie die komplexe Ausgliederungstransaktion in die Wege geleitet werden, so Köng gegenüber der «NZZ». Wenn dies geschafft sei, müsse nur noch der Bundesrat grünes Licht geben.

Bislang ist die Postfinance, das Finanzinstitut der Schweizer Post, als «Bank ohne Banklizenz» tätig und habe mit ihrer Staatsgarantie privaten Wettbewerbern sicherheitsorientierte Kunden abspenstig gemacht, so die «NZZ». Mit dieser Strategie sei die Bank schon seit längerem auf Kritik gestossen. So wurden denn auch Stimmen für eine Privatisierung der Postfinance laut.

Der diesjährige Gewinn dürfte für das Geldinstitut «spürbar tiefer» ausfallen, so Köng weiter, werde aber immer noch in einem vernünftigem Rahmen liegen. Dem Postfinance-Chef zufolge sei dies auf die sukzessive Zurücknahme der Laufzeit der Anlagen und den Aufbau von Manövriermasse zurückzuführen.

(tno/muv/awp)