Die Postfinance kann für ihre Bezahl-App Twint erste Banken auf ihre Seite ziehen. Die überregionale Valiant Bank und die Berner Kantonalbank (BEKB) schliessen sich dem digitalen Portemonnaie auf dem Handy an.

Mittels direkter Kontoanbindung können ihre Bankkunden ab Oktober noch schneller Guthaben auf die Twint-App laden, wie die Postfinance und die Valiant Bank mitteilten. Damit dauere es vom Herunterladen der App bis zur ersten bargeldlosen Bezahlung auf dem Handy nur noch wenige Minuten.

«Zusätzliche Bezahllösung anbieten»

«Ausschlaggebend für die Zusammenarbeit war für uns, dass Twint das zurzeit leistungsfähigste und vielfältigste mobile Zahlungsmittel der Schweiz ist», begründete Valiant-Chef Markus Gygax die Entscheidung. «Wir wollen unseren Kunden rasch eine zusätzliche Bezahllösung anbieten», erklärte Hanspeter Rüfenacht, Vorsitzender der BEKB-Geschäftsleitung, im Communiqué.

Die Postfinance hatte Twint in der letzten Woche gestartet. Bislang kann damit nur in rund einem Dutzend kleinen Läden in Zürich und Bern bezahlt werden. Ab nächster Woche kommt auch Basel hinzu. Gesamthaft werden es in wenigen Wochen rund 50 ausgesuchte Läden in acht Städten sein. Im Herbst soll die App schweizweit an den Start gehen.

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Konkurrenz zu Paymit

Twint ist die Konkurrenz zur Bezahl-App Paymit, die Ende April vom Finanzinfrastrukturanbieter SIX, der UBS und der Zürcher Kantonalbank (ZKB) gestartet wurde. Bislang lassen sich mit Paymit lediglich Geldbeträge zwischen Privatpersonen per Smartphone überweisen und anfordern.

An der Ladenkasse kann die App noch nicht eingesetzt werden. Der Einsatz im Handel werde aber vorbereitet, hiess es bei den Paymit-Betreibern. Künftig werde man mit Paymit auch beim Einkaufen im Laden oder im Webshop bargeldlos bezahlen können.

(sda/dbe/hon)