Die Postfinance beteiligt sich am Luzerner Fintech-Unternehmen Tilbago und integriert dessen Software für die Abwicklung von Betreibungen in ihr Angebot für Geschäftskunden. Dank der Software erübrigt sich ein bisher aufwändiges Prozedere.

Die Lösung von Tilbago führt Gläubiger durch den kompletten Betreibungsprozess, wie die Postfinance mitteilte. Sie stellt die Einhaltung von Fristen sicher und erleichtert die Bewirtschaftung.

Kommunikation mit Betreibungsämtern

Dank elektronischer Kommunikation mit den Betreibungsämtern wird die Gesamtdurchlaufszeit eines Falles verkürzt. Die Software wurde am Montag lanciert. Die bisherige manuelle Bearbeitung entfällt. Diese hatte einen hohen administrativen Aufwand zur Folge und verursachte Kosten. Den Angaben zufolge werden in der Schweiz jährlich 2,8 Millionen Betreibungen ausgelöst.

Die Postfinance verknüpft die Betreibungssoftware mit ihrem Angebot SmartBusiness. Sie soll die KMU-Kunden beim Debitorenmanagement entlasten.

Verbreiterte Ertragsbasis

Die Postfinance verbreitert mit der Minderheitsbeteiligung an Tilbago ihre Ertragsbasis, wie sie weiter mitteilte. Sie erwirtschaftet rund zwei Drittel des Ertrags aus dem Zinsdifferenzgeschäft. Im aktuellen Umfeld mit tiefen und teils negativen Zinsen sucht und erschliesst die Postfinance darum neue Ertragsquellen.

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(sda/chb/jfr)