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Negativzinsen
Postfinance: Millionäre zahlen eine Strafgebühr

Postfinance: Finanzarm der Post. Keystone

Die Postfinance bittet Millionäre zur Kasse. Auf jeden Franken, der die Millionengrenze übertrifft, müssen Kunden eine Gebühr an die Staatsbank abliefern.

Veröffentlicht am 11.11.2016

Vermögende Privatkunden müssen künftig bei der Postfinance Strafzinsen zahlen: Ab dem 1. Februar 2017 erhebt sie «bis auf Weiteres» auf jenem Teil des Kontoguthabens, der 1 Millionen Franken übersteigt, eine Guthabengebühr von 1 Prozent. Eingerechnet würden die Guthaben aller Privat- und Sparkonten.

Die Giroguthaben von Postfinance bei der SNB liegen über der Freigrenze, begründet diese am Freitag in einer Mitteilung den Schritt. Dies habe die Finanzdienstleisterin im laufenden Jahr bereits mehr als 10 Millionen Franken an Negativzinsen gekostet. Aus diesem Grund weite man die Guthabengebühr, die bereits im Februar 2015 bei Grösstkunden und Banken eingeführt wurde, aus.

Postfinance als Strafgebührpionier

Postfinance ist erst die zweite Schweizer Bank, die die Negativzinsen an ihre Privatkunden weitergibt. Bis anhin verlangte einzig die Alternative Bank Geld für Einlagen.

Mit knapp 3 Millionen Kunden ist die Postfinance allerdings ein ungleich grösserer Player als die Alternative Bank mit lediglich 30'000 Kunden. PostFinance ist unter den Retailfinanzinstituten die Nummer fünf in der Schweiz.

(awp/ise/hon)

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