Die Postfinance muss in den kommenden zwei Jahren mit geringeren Erträgen von mindestens 3,5 Millionen respektive 4 Millionen Franken rechnen. Der Grund dafür ist eine Preissenkung für Unternehmen bei Transaktionen, die mit der Postfinance Card an elektronischen Terminals durchgeführt werden.

Das ist das Ergebnis einer einvernehmlichen Regelung zwischen dem Preisüberwacher und der Postfinance, wie einer gemeinsamen Medienmitteilung vom Montag zu entnehmen ist. Die Margen der Postfinance beim bargeldlosen Bezahlen mit einer Postfinance Card an EFT/POS-Terminals am Verkaufspunkt seien bisher übermässig hoch gewesen, heisst es darin weiter.

Preissenkung um einen Rappen pro Transaktion

Der Preisüberwacher habe diese Transaktionspreise daher in der zweiten Hälfte des Jahres 2015 im Detail analysiert. Basierend auf diesen Ergebnissen sei nun eine Vereinbarung zur Senkung der Preise auf den 1. Januar 2017 ausgehandelt worden.

Die wichtigsten Massnahmen sehen vor, dass Unternehmen mit einem jährlichen Transaktionsvolumen zwischen 10'000 und 1'000'000 von einer Preissenkung um einen Rappen pro Transaktion profitieren werden. Kunden mit höheren Volumina als eine Million Transaktionen pro Jahr haben die Möglichkeit, eine Senkung der Gebühr mit der Postfinance individuell auszuhandeln.

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Weitere Reduktionen möglich

Der Preisüberwacher werde Kontrollen durchführen, um zu überprüfen, ob die für 2017 und 2018 geplanten Ertragsminderungen der Postfinance erreicht werden, wird weiter mitgeteilt. Sollte dies nicht der Fall sein, sei die Postfinance verpflichtet, im Laufe des nächsten Jahres die Differenz mit zusätzlichen Preisreduktionen für Unternehmen mit einem Volumen von mehr als einer Million Transaktionen pro Jahr auszugleichen.

Die Regelung ist befristet bis 31. Dezember 2018.

(sda/gku)