Im Rennen um die erste Schweizer Debitkarte fürs kontaktlose Zahlen hat die Postbank die Nase vorn.  «Das Projekt ist gestartet, die neue Karte dürfte im Sommer 2015 eingeführt werden», sagt Postfinance-Chef Hansruedi Köng im Interview mit der «Handelszeitung».  Die neue Technologie macht das zeitraubende Karteneinlesen beim Einkauf überflüssig. Die grossen Retailer wie Migros oder Coop rüsten derzeit auf die neue Technologie um. Auch auf die rund 3 Millionen Postfinance-Kunden kommen Veränderungen zu. «Die alten Postfinance-Cards müssten umfassend ersetzt werden, da die neue Karte mit einem NFC-Chip ausgestattet ist», so Köng.

Marktführerschaft im Zahlungsverkehr verteidigen

Mit der kontaktlosen Debitkarte sowie mit dem ebenfalls angelaufenen Projekt eines digitalen Portemonnaies baut Postfinance neue Angebotskanäle aus. Gleichzeitig will sie damit die Marktführerschaft im Zahlungsverkehr verteidigen. Dort dränge massiv mehr Konkurrenz ins Feld, berichtet der Postbank-Chef. Diese komme neuerdings von bankfremden Unternehmen.  «Potenzial haben Internet-basierte Anbieter wie Ebay mit der Tochter Paypal, Google, Apple oder auch Initiativen wie Bitcoin», sagt Köng. Er folgert:  «Wir müssen auf diesen Kanälen das beste Angebot bieten.»

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