Eine weitere markante Erhöhung der Krankenkassenprämien käme für die Versicherten in der Schweiz nicht überraschend: 48 Prozent von ihnen rechnen gemäss einer Umfrage mit einer Prämienerhöhung in der Grössenordnung des Vorjahres.

Etwa ein Drittel der Befragten rechnet gar damit, dass die Prämien für 2012 im Vergleich zur letzten Erhöhung noch stärker steigen werden.

Dies geht aus einer Umfrage hervor, welche der Internet-Vergleichsdienst comparis.ch in Auftrag gegeben hat. Befragt worden seien rund 1200 Personen aus der ganzen Schweiz, teilte das Unternehmen mit.

Demnach zeigten sich die Versicherten auch beim Blick in die nahe Zukunft pessimistisch. 43 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass die Prämien über die nächsten drei Jahre stärker steigen werden als zwischen 2009 und 2011.

Besonders junge Erwachsene betroffen

Gemäss einer Berechnung von comparis.ch betrug der Prämienanstieg für das Jahr 2011 für alle Versicherten, Versichertenmodelle und Franchisen 8,6 Prozent. Den stärksten Kostensprung hatten junge Erwachsene zwischen 19 und 25 Jahren mit einem durchschnittlichen Prämienanstieg von 11,8 Prozent zu verzeichnen.

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38 Prozent gaben bei der comparis.ch-Umfrage an, bei einer gleichbleibenden Kostenentwicklung die Prämien im nächsten Jahr nur noch dann bezahlen zu können, wenn sie anderswo sparen würden. Während in der Deutschschweiz 53 Prozent der Befragten angaben, eine weitere Erhöhung stelle kein Problem dar, waren es in der Westschweiz bloss 45 Prozent.

Als Hauptgrund für den Prämienanstieg machten die Befragten geltend, die Leute gingen zu schnell oder zu oft zum Arzt. Als weitere Ursachen wurden der zu umfassende Leistungskatalog der Versicherer sowie der generelle Kostenanstieg im Gesundheitswesen genannt.

(laf/rcv/awp)